Der Anfang

Familienfoto 1922 - Wohnhaus Obere Straß 5 in Rosdorf
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Alles begann 1869 in Groß Scheen mit der Geburt von Wilhelm Günther. Bereits er erlernte nach der damaligen kurzen Schulzeit das Malerhandwerk. Mit 29 Jahren heiratete Wilhelm Günther seine Minna Mühlhausen und es zog ihn nach Rosdorf, wo er 1906, also vor 103 Jahren, in der Kiesau seinen eigenen Malerbetrieb eröffnete.

Im Jahre 1909 wurde der Hof in der Oberen Straße erworben, der seitdem sowohl Familiensitz als auch Sitz des Malerbetriebes Günther ist. Neben bereits vier vorhandenen Kindern - Theo, Else, Wilhelm jun. und Mimmi - wurden hauptsächlich zur Selbstversorgung Hühner, Kühe und Schweine gehalten.

Weitere drei Jahre später, wir befinden uns im Jahr 1912, kam dann das fünfte Kind mit Namen Otto Günther zur Welt. Otto war das erste Kind der Familie Günther, das in der Oberen Strasse in Rosdorf zur Welt gekommen ist und sollte noch von tragender Bedeutung sein. Denn den drei Jahrestakt beibehaltend erblickte Anni Günther 1915 das Licht der Welt und komplettierte als sechstes Kind letztlich die Familie.

Der Familienbetrieb

Theo und Wilhem Günther jun. mit Gesellen  1927
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Alle drei Söhne - Theo, Wilhelm jun. und auch Otto - erlernten entsprechend ihrem Alter nacheinander das Malerhandwerk in Göttingen im Malerbetrieb Heronemie. Ein erfolgreicher Abschluss der Lehre war eine Pflicht, der alle drei Söhne aber mit Bravour nachkamen.

Während des ersten Weltkrieges war Theo als Soldat im Einsatz. Der Betrieb vom Vater Wilhelm geführt. Er erhielten 1919 Unterstützung durch seinen wiederkehrenden ältesten Sohn Theo und durch die anderen beiden Söhne. Durch die Heirat mit der jungen Malertochter Heinemann im Jahre 1933 verließ Theo den väterlichen Betrieb und übernahm die Leitung des Geschäftes vom Schwiegervater. Die gemeinsame Arbeit von Wilhelm sen., Otto und Wilhelm jun. sowie mittlerweile einigen Gesellen und Lehrlingen im Malerbetrieb in Rosdorf endete 1939 mit der Einberufung beider Söhne.

Zu dieser Zeit (1935) hatte Otto Günther bereits Anna Arend geheiratet und kurz vor seiner Einberufung seine erste Tochter Hannelore begrüßen dürfen. In den Wirren des Krieges erblickte 1944 dann Rolf Günther das Licht der Welt und im selben Jahr musste die Familie Abschied von Wilhelm sen. nehmen.

Der Neuanfang

Theo und Otto Günther beim Malerkurs in Göttingen  1938
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Nach vier Jahren Kriegsgefangenschaft kehrte Otto Günther 1949 nach Rosdorf zurück und freute sich kurz danach gemeinsam mit seiner Frau Anna über die Geburt seiner zweiten Tochter namens Silvia.

Im März 1954 kam Otto Günther dann zu Meisterehren, indem er die Prüfung zum Maler- und Lackiermeister bestand. Der Grundstein zur Fortführung des Familienbetriebes war somit gesetzt und er erhielt Unterstützung, als 1959 auch sein Sohn Rolf seine Lehre als Schriftmaler im Meisterbetrieb Herbert Linne in Göttingen antrat.

Nach dreijähriger Lehrzeit und einer bestandenen Gesellenprüfung mit Auszeichnung kehrte Rolf Günther wieder zurück in den väterlichen Betrieb. Im Anschluss an den Grundwehrdienst zog es ihn 1967 nach Lemgo zur Meisterschule, die er dann 1968 als Maler- und Lackiermeister in der Handwerkskammer zu Detmold zum Abschluss brachte.

Der Wandel

Otto und Rolf Günther
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Mit dem Meisterbrief in der Tasche gelang ihm auch im privaten Umfeld sein Meisterstück, durch die Heirat mit der jungen Uta Schrader im Jahr 1969. Schon bald erweiterte sich die Familie mit den Kindern Heiko, Mark und Sandra.

Durch einen schweren Arbeitsunfall von Otto Günther im Jahr 1979 wechselte die Leitung des Betriebes auf seinen Sohn Rolf. Dieser wandelte das Unternehmen zügig vom Einzelunternehmen in eine GmbH um und führte einen stetigen Ausbau des Unternehmens und seines Leistungsspektrums fort.

Beim Tod von Otto Günther 1994 war bereits die nächste Generation herangewachsen.

Der Generationswechsel

Mark Günther hatte seine Ausbildung 1987 im Malerbetrieb von Horst Richter begonnen und sie 1991 als Jahrgangsbester abgeschlossen. Nach der ausgezeichneten Gesellenprüfung, dem Grundwehrdienst und einiger Berufserfahrung im elterlichen Betrieb sollte auch der junge Mark Günther zu Meisterehren gelangen.

Mit der Unterstützung seiner Eltern wurde die Akademie des Handwerks in Stuttgart besucht. Hier erwarb er innerhalb einer zweijährigen Ausbildung sowohl den Maler- und Lackiermeister als auch den Fachwirt für Farbe und Gestaltung.

Ausgestattet mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und einer mehrmals ausgezeichneten praktischen Abschlussarbeit (diese war in Zusammenarbeit mit den Klassenkollegen Heiko Reinhardt und Klaus Westermann entstanden) kehrte Mark Günther in den elterlichen Betrieb nach Rosdorf zurück.

Hier nun wieder angekommen, heiratete er 1997 seine Jugendliebe Caroline Tiling und bereits ein Jahr später übergab ihm sein Vater Rolf die Leitung des Familienbetriebes.

Der Malerbetrieb heute


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Seit 1998 ist Mark Günther alleiniger Geschäftsführer des Betriebes, jedoch steht ihm sein Vater Rolf weiterhin beratend zur Seite und mit seiner Frau Caroline hat er zwischenzeitlich die drei gemeinsamen Kinder - Marie, Marlene und Carl.

Somit sind die besten Voraussetzungen für die nächsten 100 Jahre Familientradition im Maler- und Lackierhandwerk gelegt worden. Das heutige Leistungsspektrum des Malerbetriebes Günther umfasst nicht nur alle Leistungen im Bereich Farbe und Gestaltung, sondern auch Bodenbelagsarbeiten, Fassadengestaltung sowie Wärmedämmarbeiten. Alle Aktivitäten werden mittlerweile überregional, ja sogar bundesweit angeboten und nachgefragt.

Familie Günther und das fachlich gut ausgebildete Team von 13 Gesellen sowie drei Angestellten freuen sich weiterhin darauf, Sie optimal beraten zu dürfen.